Herbstzeit

… zuhause angekommen und erfüllt von ihren Eindrücken, war Elly animiert im Garten zu arbeiten. Sie machte aus dem von ihrer Cousine angefertigten Weidenring einen Türkranz und hängte ihn an ihre Küchentür, denn sie wollte ihn so oft als möglich ansehen um sich an die schöne Zeit zu erinnern, die sie zuhause in ihrer Heimat verbrachte.
tuerkranzFünf verschiedene Sorten von Buxbaum-Ableger wurden eingepfanzt, die ihr die Cousine schenkte.

Ein Spaziergänger ging an Elly vorüber und fragte ob er dort zum Steg komme. Sie kamen ins Gespräch. Kurz danach kam ein Freund des Sohnes um ihn um etwas zu bitten, doch dieser war schon an der Arbeit. Auch für ihn nahm sich Elly etwas Zeit zu plaudern. Er will einmal das Nachbargrundstück kaufen.

Als Elly schon in der Küche war und mit der Gartenarbeit fertig,  kam Josa, ein 88 jährige Schwimmgast. Sie hörte sein Rufen das typisch für ihn war ‚… ellyellyellyelly ‚. Sie nahm sich auch wieder für ihn Zeit und er verlangte nach einem Thermometer. Josa war durch einen Schlaganfall etwas sprachgeschädigt aber Elly wusste schon was er  wollte. Er brauchte ein Thermometer um die Wassertemperatur zu messen und meinte als er zurück kam, dass sie zwischen 15 und 18° C maß. So könnte es sein, dass in den nächten Tagen, wenn das Wetter nochmal sommerlich wird, die Möglichkeit besteht schwimmen zu gehen.

Elly dachte am Abend über ihren Tag nach und wie Gott ihr immer wieder Menschen schickt, mit denen sie gute Gespräche führen kann und wie Er es macht, dass sie trotz Abgeschiedenheit nie ganz alleine ist. Ihr Mann ist an der Arbeit und sich für andere Zeit zu nehmen und gute christliche Werte weiterzugeben, ist Elly ein Anliegen.

Erfüllt und zufrieden ging sie mit ihrem Mann ins Bett, nachdem sie sich alles über den Tag erzählt hatten. Elly sprach noch ein kurzes Dankgebet und sie schliefen zufrieden ein.

Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.

Joh 13,34